Baumlandungen sind Teil unseres Fliegeralltags. Zum einen gilt es zu wissen, wie verhalte ich mich richtig nach einer Baumlandung - das trainiert man am besten in Baumrettungskursen, die Vereine bzw. Flugschulen anbieten.

Dann geht es immer wieder um die leidige Frage danach: Wer zahlt was?

Wir haben uns gerade mal wieder durch Kleingedrucktes, der verschiedenen Versicherungsanbieter durchgelesen. Zusammengefasst hier mal die wichtigsten Fakten:

  • In der »normalen« Halterhaftpflichtversicherung des DHV sind keine! Bergungskosten mehr abgedeckt
  • In der Haftpflichtversicherung plus des DHV sind Bergekosten bis 10.000 Euro weltweit abgedeckt. (Anmerkung: Eine Helistunde kostet ca. 2.500 Euro)
  • Die Tiroler Bergrettung bietet für 28 Euro im Jahr für die ganze Familie weltweite Bergekostendeckung bis 25.000 Euro einschließlich Luftsport, Wassersport, Bergsport und Wettkampf
  • Der DAV (Deutscher Alpenverein) zahlt Bergungen nur für Bergsportarten, nicht für Luftsportarten
  • Bei Mitgliedschaft in der DRF wird der Flug in ein heimisches Krankenhaus gezahlt, wenn es vom Arzt als notwendig eingestuft wird. Die Rettung selbst wird nicht bezahlt
  • Die Rega zahlt nur Rettungsaktionen in der Schweiz

Die Rettung bezieht sich immer auf den Piloten nicht auf den Schirm!  (Weswegen es u.a. oft besser ist, sich nicht "privat" bergen zu lassen.)

Wir finden, dass unter diesen Bedingungen die DHV plus Versicherung (49 Euro im Jahr, also nur 10 Euro mehr als die Halterhaftpflichtversicherung, die wir sowieso haben müssen) eine Notwendigkeit  für uns Flieger ist.

Die Tiroler Bergrettung ist als Alternative  für alle diejenigen interessant, die sich nicht nur fliegend in den Bergen bewegen. (Achtung: die DHV Versicherung zahlt nur bei Flugunfällen).

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